Sachsen - Anhalt
Aschersleben - Stassfurter Landkreis, Landkreis Quedlinburg
- der SPNV wurde zum 14.12.03 ( realisiert ab 01.02.04 ) von der CDU
/ FDP- Landesregierung abbestellt
- bis zum 13.12.03 verkehrten im Gesamtabschnitt Regionalbahnen
taeglich im Zweistundentakt
(von Ermsleben bis
Gernrode bestand jedoch seit Juli 2003 SEV, auf Grund eines Stellwerksbrandes in
Ballenstedt Ost)
- die Regionalbahnen im Zweistundentakt wurden an Werktagen (ausser Sa)
im Abschnitt Ballenstedt -
Quedlinburg zum
Stundentakt verdichtet, wobei je ein Zugpaar
am Vormittag
und am Nachmittag auch am Wochenende verkehrte
- zwischen Quedlinburg und Gernrode verkehrten noch bis zum 31.01.04
Regionalbahnen (und zwischen Aschersleben und
Gernrode bestand noch SEV im Auftrag von DB Regio) da die drei
Busgesellschaften, die diese Transprortleistungen
übernehmen sollten erst noch "koordiniert" werden
mußten
- die Regionalbahnen wurden von der DB Regio AG und die Strecke von
der DB Netz AG betrieben
die Fotos entstanden am 29.04., 04.08.01, 08.09., 13.12.03 und
am 31.01.04
Am 13.12.03 verkehrten das letzte Mal
Regionalbahnen zwischen Aschersleben und
Ermsleben sowie am 31.01.04 zwischen Gernrode und Quedlinburg.
Die
Strecke befand sich bis auf wenige kurze Abschnitte in einem relativ
guten Zustand. Einige Brücken (z.B.Reinstedt, Hilfsbrücke)
waren sanierungsbedürftig und einige nicht technisch gesicherte
Bahnuebergaenge drften auf Grund des deutlich gestiegenen MIV (
zum Schutz der PKW-und KRAD- Fahrer) nur mit 10 bzw.20 km/ h
befahren werden.
Mitte der neunziger Jahre entwickelte die NASA im Auftrag der damaligen SPD- Landesregierung Konzepte zur Attraktivitätssteigerung der Gesamtstrecke. Vorgeschlagen wurden u.a.:
- Einführung eines Stundentaktes zwischen
Ballenstedt Ost und Quedlinburg (wurde umgesetzt und bestand bis
31.01.04 )
- Errichtung eines neuen Bahnsteiges in ortsnaher Lage von Reinstedt
(wurde umgesetzt)
- Neubau einer Verbindungskurve bei Frose, zur
Fahrzeitverkürzung (scheiterte am Widerspruch von Frose ,
obwohl die Regionalbahnen
zwischen ASL --->HBS einerseits und ASL ---> QLB
zweistuendlich jeweils im Blockabstand von 5 min.nacheinander
verkehrten; eine
Streckenfuehrung an Frose vorbei wäre keine wirkliche
Kuerzng des SPNV-Angebotes fuer Frose gewesen)
Ein Stellwerksbrand in Ballenstedt Ost Anfang Juli 2003 hat alle vorherigen Bemuehungen zur Attraktivitätssteigerung zunichte gemacht. Seitdem verkehrten zwischen Ermsleben und Gernrode Busse als SEV im Auftrag von DB Regio. Der bis dahin attraktive Stundentakt von Ballenstedt nach Quedlinburg (Kreisstadt) wurde durch das Umsteigen in Gernrode erschwert und führte zur deutlichen Verringerung der Fahrgastzahlen.. Eine Nutzung des vorhandenen Haltepunktes Ballenstedt West (Umsteigepunkt zu den regionalen Buslinien) wurde nicht umgesetzt, obwohl dies mit dem Einbau einer Baugleissperre in Höhe des EG möglich gewesen wäre, denn der Bahnsteig ist ca. 400 m lang. Auch ohne das Stellwerk in Ballenstedt Ost ist ein Stundentakt zwischen Ballenstedt West und Quedlinburg möglich.
Noch im Oktober gab es Pressemeldungen, das die
Landkreise ASL und QLB die Rettung der Strecke fuer moeglich
halten. Die Landesregierung war bis kurz vor dem
Fahrplanwechsel,bzgl.des SPNV Angebotes zwischen Aschersleben,
Ermsleben, Ballenstedt und Quedlinburg voellig konzeptionslos. Im
Kursbuch 2004 (gültig ab dem 14.12.03) war die Strecke 332
mit dem Hinweis versehen " Fahrplan lag bei Drucklegung nicht vor
". Der Fahrplan im Internet (Reiseauskunft unter www.Bahn
.de) sagte noch am 10.12.03 aus das keine Zuege verkehren. Es
wurden nur Busse der Busgesellschaften zwischen ASL und QLB angezeigt.
Da eine kurzfristige "Koordination"der drei Busgesellschaften nicht moeglich war wurde ab dem
14.12.03 SEV zwischen Aschersleben und Gernrode (ueber Frose)
eingerichtet und der bestehende SPNV im Stundentakt
zwischen Gernrode und Quedlinburg wurde weitergefuehrt, befristet bis zum 31.01.04. Der SPNV der KBS 332
endete am 31.01.04.